Abtrennbalken

Newsletter vom 15.09.2011

Link Druckversion

Inhalt

Engel Parapsychologie Gesundheit

Grüezi mitenand

Ganz herzlichen Dank. Dieser Dank geht an alle Interessenten, allen Lesern und insbesondere auch an die Menschen, die mir eine Rückmeldung zum einen oder anderen Thema zukommen lassen.

Gerade der Beitrag in der letzten Ausgabe über das Hören von Stimmen hat zu einem grossen Echo geführt. Die Gespräche mit den Betroffenen zeigten auf, wie dieses Phänomen in unendlich vielen Facetten vorhanden ist. So ist denn mein ursprüngliches Vorhaben, in diesem Brief so etwas wie eine Anleitung für die Geplagten zu geben, nicht machbar. Denn alle die verschiedenen Ausprägungen dieser Einflüsse verlangen nach einem anderen Umgang, verlangen nach einem anderen Rezept.

So ist denn auch die Idee entstanden, über das Geheimnis der Schutzengel zu schreiben. Natürlich gibt es genügend esoterische Bücher über Engel als Begleiter des Menschen. Aber wussten Sie, dass sich auch die Wissenschaft mit diesem Thema ausführlich beschäftigt? Zu viele Erlebnisberichte liegen vor, als dass man diese geheimnisvollen Erscheinungen einfach übersehen kann.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag – jeden Tag, bis zum nächsten Brief im Dezember 2011.

Robert Gruber



Engel

Schutzengel – Die Wissenschaft sucht Erklärungen

Karl Theodor Jaspers (∗ 23.02.1883 in Oldenburg, † 26.02.1969 in Basel) war ein deutscher Psychiater, der als Philosoph weit über Deutschland hinaus bekannt wurde. Jaspers war der Erste, der Erscheinungen des «dritten Mannes» klinisch beschrieb. (Der Ausdruck des «dritten Mannes» wurde aus den beschriebenen Erscheinungen des Schutzengels hergeleitet. Für den Wissenschafter ist es der dritte Mann, für den geistig interessierten ist es der Schutzengel.)

Jaspers beobachtete im Heidelberger Krankenhaus, dass es Menschen gibt, welche bestimmt fühlen, dass jemand in der Nähe ist. Hinter ihnen, über ihnen, neben ihnen – ein Jemand, dessen Gegenwart von ihnen unmittelbar erlebt wird. «Leibhaftige Bewusstheiten» nannte Jaspers diese Phänomene. Dass sich die Wissenschaft dafür interessierte, benötige es allerdings viele Jahre. Heute werden die Erklärungen auf neurologischer Ebene gesucht.

Plausibel scheint die Theorie von der «bikameralen Psyche» des US–Psychologen Julian Jaynes (1920 – 1997). Das Entstehen des Bewusstseins geht nach Jaynes mit dem Zusammenbruch des von ihm so genannten «bikameralen Geistes» einher. Die Menschen in der vorhomerischen Zeit hatten, und das ist die zweite Hauptthese von Jaynes, einen «Zwei–Kammer–Geist», einen ausführenden und einen befehlenden, beide nicht–bewusst.

In Krisenzeiten, wenn eine Situation eine Entscheidung erforderte, «halluzinierte» der ausführende Geist die Stimme von Göttern, die ihm sagte, was zu tun sei. Bis vor 3000 Jahren nahmen Menschen alles, was die rechte Gehirnhälfte produziert, als von aussen kommend wahr. Jaynes nennt sie die «Gottseite». Hier werden visuelle und akustische Halluzinationen erzeugt.

Die linke Hirnhälfte, die «Menschseite», lenkt das eigene, selbstverantwortliche Denken und Handeln. Das Aufkommen der Schrift und die allgemeine Verbreitung der Mathematik führte zur Dominanz der linken Gehirnhälfte.

Halluzinationen wie die des «dritten Mannes» seien Relikte dieser Entwicklung, so Jaynes: In diesen Momenten würde der Einfluss der dominanten linken Hirnhälfte zurückgedrängt, das logische Denken beeinträchtigt. Der Einfluss der rechten, für Kreativität und Einfallsreichtum zuständigen Hirnhälfte nehme zu.

Charles Lindbergh, Jr. (∗ 04.02.1902 in Detroit, Michigan; † 26.08.1974 in Kipahulu, Hawaii) Postflieger der United States Army Services auf der Strecke St. Louis – Chicago, hatte einen Traum: einmal etwas weiter fliegen als die täglichen 460 Kilometer. 1927 macht er seinen Traum wahr. Am 20.05.1927 startet er auf dem Roosevelt–Flugplatz in New York mit dem für ihn gebauten Eindeckers «Spirit of St. Louis» und hebt ab zum 5808 Kilometer weiten Flug nach Paris – nonstop.

Nach 22 Stunden hat Lindbergh die Hälfte der Strecke hinter sich und kämpft über dem Atlantik einen verzweifelten Kampf gegen die Müdigkeit. Später sagt der Rekordflieger, er hatte das Gefühl, «die Brücken zu betreten, die man nur im letzten Augenblick zwischen Leben und Tod sieht».

Um Nebelbänken auszuweichen, fliegt er knapp über die Gischt des Ozeans und ist mit seinen Kräften am Ende – als er spürt, dass er Gesellschaft hat.

Lindbergh rang mit sich 26 Jahre lang, um über das Erlebte zu sprechen. In einem Interview mit der «Saturday Evening Post» vom 06. Juni 1953 schliesslich sagt er: «Ich habe nie an Erscheinungen geglaubt, doch wie soll ich mir die Gestalten erklären, die mich an jenem Tag so viele Stunden begleiteten? Transparente Gestalten mit menschlichen Körpern und Stimmen, die klar und mit der Autorität Sachkundiger mit mir sprachen.»

Auf die Ereignisse dieses Fluges geht Lindbergh in seiner 1954 erschienenen Autobiographie «Mein Flug über den Ozean», für die er den Purlitzerpreis erhielt, ausführlicher darauf ein.

Doch was sagt die Wissenschaft zu diesem und vielen weiteren Erlebnissen der gleichen Art? An der Psychologischen Fakultät der University of British Columbia in Vancouver werden unter der Leitung von Peter Suedfeld extreme Sinneserfahrungen im Labor erforscht. Astronauten, die besonders häufig von Stimmen und visionären Begegnungen berichten, sind die bevorzugten Testpersonen.

Suedfeld bestätigt Jaynes Theorie, die linke Hirnhälfte verliere in Extremsituationen massiv an Einfluss: «Das logische, realitätsbezogene Denken hat dann keinen Vorrang mehr. Die Resultate der Kreativität der rechten Gehirnhälfte, zu der auch die imaginären «anderen» gehören, dringen ins Bewusstsein ein.» Der Polarforscher Peter Hillary hat keinen Zweifel an der Existenz der Phantomretter. «Oh ja», sagte er, sie sind immer da draussen . Ich sehe sie kommen und gehen ...»



Engel

Schutzengel aus Sicht der Naturphilosophie

Die naturwissenschaftliche Lehre versucht die Dinge begrifflich zu erfassen und zu erklären. Logisches und mathematisches Denken soll die Ursachen und Gesetzmässigkeiten begründen und beweisen können.

Die Naturphilosophie hingegen sucht keine Aufstellung von Naturgesetzen. Sie sucht keine Erklärungen und will keine Ursachen erforschen. Das der Naturwissenschaft zu Grunde liegende logische beziehungsweise mathematische Denken fehlt. So ist es auch zu erklären, weshalb die Engelwelt für die Naturphilosophie eine reale Welt ist.

Nur unter diesem Hintergrund ist die «Geschichte von Eddy» in meinem Buch ab Seite sechzehn erzählt, zu verstehen. Die Existenz der Engel ist nun mal unter wissenschaftlicher Sicht nur schwer anzunehmen. Und doch gibt es unzählige Beschreibungen von Menschen, bei denen dieses Geschehen sehr real ist. Ab Seite dreizehn im erwähnten Buch ist beschrieben, wie ich selbst real in das Geschehen einer Engelsbegegnung mit einbezogen wurde.

Ablehnende Meinungen beinhalten jeweils die Aussage, dass das nur eine momentane, möglicherweise durch die Meditation verursachte Wahrnehmung war. Für mich ist es ein Glücksfall, dass sich in den folgenden Jahren im Zusammenhang mit der Befreiungstherapie jenes Ereignis mit Erzengel Michael Tag für Tag bestätigte. Beim selber Erleben werden schliesslich jegliche Zweifel aufgehoben.



Psychologie

Ordnung kann Ihre Leistung gefährden?

Wir kennen es beinahe alle. Entweder aus Sicht des Erziehers, oder aus Sicht des oder der zu Erziehenden. Unzählige Male tönt es: «Du sollst das Zimmer aufräumen!» Im Business liegt am Morgen ein Zettel auf dem Tisch, der heisst: «bitte Clean Desk.» Wir wurden und werden laufend gezwungen, die natürliche Unordnung zu beseitigen.

Es heisst auch, dass ein nicht aufgeräumter Schreibtisch auf einen unaufgeräumten Kopf schliessen lässt. Albert Einstein stellte die richtige Frage dazu: «Worauf lässt dann ein leerer Schreibtisch schliessen?» Dr. Eric John Abrahamson, Professor an der Columbia University in New York hat bewiesen, dass Ordnungsliebende oft so viel Zeit zum Aufräumen und systematischem Aufbewahren in Anspruch nehmen, dass sie weniger leisten als die Chaoten.

Arthur Schnitzler sagte, Ordnung sei etwas Künstliches, das Natürliche sei das Chaos. Abrahamson stellt in seinem Buch «Das perfekte Chaos» fest: «Nehmen wir an, Sie haben auf Ihrem Schreibtisch Material für 37 Stunden Arbeit. Wenn Sie die Unterlagen am richtigen Ort ablegen und der Schreibtisch leer ist, bleiben immer noch 37 Stunden Arbeit.»

Also, Aufräumen lohnt sich nicht. Befolgen wir den Rat von Kurt Tucholsky: « Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein grosser Papierkorb!»



Parapsychologie

Hören Sie Stimmen? (Fortsetzung)

In Rückmeldungen zu den Ausführungen im Newsletter vom 15.06.2011 wurde ich darauf angesprochen, ob es sich beim Stimmenhören nicht nur um Halluzinationen, basierend auf einem ungesunden Aberglauben handele.

Nun, ob wir an eine Möglichkeit der Kommunikation mit einer Geisterwelt glauben, ist eine persönliche Ansichtssache. Unabhängig davon steht jedoch fest, dass Millionen von Menschen Kontakt zu einer Realität haben, die sie als Geister wahrnehmen. Und für alle Menschen gilt: Für sie ist wahr, was sie wahrnehmen. So gibt es die unterschiedlichsten Religionen und jede davon ist für diejenigen, die daran glauben, wahr.

Die zentrale Frage für die Betroffenen ist es zu erfahren, ob eine Heilung möglich ist. Die Psychiatrie hat das Stimmenhören bisher vor allem als Symptom einer schizophrenen Psychose angesehen und hauptsächlich mit Psychopharmaka behandelt. Die «internationale Klassifikation psychischer Störungen», bekannt unter der Bezeichnung «ICD–10 Kapitel V» reiht das Stimmenhören im Abschnitt F22.8 als «sonstige anhaltende wahnhafte Störungen» ein. Wichtig für die Betroffenen ist jedoch der Hinweis, dass diese Symptome nicht ausreichen, um eine Schizophrenie zu diagnostizieren.

Das ist denn auch die Feststellung, die ich im Kontakt mit solchen Menschen gemacht habe. Menschen wie Sie und ich mit dem Unterschied, dass diese extrem feinfühlige und mediale Fähigkeiten besitzen. Das Problem bei ihnen ist jedoch, dass sie die innere Kraft nicht abrufen können, mit dem Phänomen des Stimmenhörens umzugehen. Doch das ist genau die Fähigkeit, die in diesem Zustand notwendig wäre.

Die Seele des Menschen ist grösser und vielfältiger, als die Moderne uns glauben machen will. Es ist notwendig zu erkennen, dass sich bestimmte Widersprüche und innere Spannungen durch nichts aus der Welt schaffen lassen. Die Stimmen sind selten abzustellen. Oft genug geht das gar nicht, oder der Preis ist zu hoch (z. B. bei Nebenwirkungen von Medikamenten). Ziel ist es, diese Einflüsse wenigstens in Lautstärke, Aufdringlichkeit und Charakter zu beeinflussen.

Die Aussagen von Betroffenen, die das Stimmenhören wenigstens zeitweise in den Griff bekommen haben sind so vielseitig, dass der Raum nicht reicht, Ansätze und Techniken aufzuführen. Die Einen fokussieren und geben den Stimmen bewusst einen zeitlichen Rahmen, andere wiederum strukturieren und versuchen Sprechzeiten zu vereinbaren und damit die Situation angenehmer zu gestalten. Es kann aber auch geschehen, dass der Dialog kontrolliert wird, dass der Stimmenhörende die Kraft hat, bewusst und offensiv den Störenfrieden entgegenzutreten.

Einer der möglichen Wege ist es, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschliessen. Das ist die ideale Umgebung, um offen reden zu können und akzeptiert zu werden. Akzeptieren, verstehen und helfen sind die drei Pfeiler, die den Weg zu einer neuen Balance verhelfen können. In der Schweiz ist mir keine entsprechende Gruppe bekannt. Deshalb wenden Sie sich an das «Netzwerk Stimmenhören e.V.» in Deutschland.



Gesundheit

dunkle Schokolade sei gesund – aber lässt sie uns auch schlafen?

Die neue Zürcher Zeitung schrieb am 09. November 2007:

«Dunkle Schokolade ist nicht nur gut für die Seele sondern auch fürs Herz: Bereits 40 Gramm Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent erweitern die Herzkranzgefässe und verbessern die Aktivität der Blutplättchen, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie des Universitätsspitals Zürich ergab.»

Schokolade beinhaltet Stoffe, die zumindest kurzfristig Glücksgefühle auslösen, unter anderem das amphetaminähnliche Phenylethyamin und das Cannabinoid Anandamid. Allerdings hat Schokolade nicht nur diese Schokoladenseite:

Etwa ein bis zwei Prozent des Kakaos machen Theobromin und Koffein aus. Beide Stoffe bewirken eine Stimulation des Nervensystems, fördern die geistige Leistungsfähigkeit und vermindern die Müdigkeit. Bekanntlich kann Koffein in zu hohen Dosen Schlafstörungen hervorrufen. Allderdings stecken in einer Tafel Vollmilch–Schokolade nur rund 15 Milligramm (mg) Koffein, während es bei einer Tasse Kaffee 30 bis 100 mg sind. In einer Tafel Bitterschokolade finden sich hingegen bis zu 90 mg Koffein. Hinzu kommen Theobromin und andere anregende Substanzen.

Der Verzehr einer halben bis ganzen Tafel Bitterschokolade kann daher ähnlich anregend sein wie eine Tasse Kaffee. Wer mit Schlafstörungen auf Koffeinkonsum reagiert, sollte daher auch den Schokoladenverzehr in der zweiten Tageshälfte einschränken. Nur weisse Schokolade macht hier eine Ausnahme: Sie beinhaltet kein Theobromin und nur wenig bis gar kein Koffein.

Der Verzicht auf die abendliche Schokolade hat neben guter Nachtruhe noch einen weiteren positiven Effekt: Eine Tafel schlägt je nach Typ mit bis zu 600 Kalorien zu Buche. Wer sich zu viel davon einverleibt, macht die positiven Glückseffekte oft mit einem schlechten Gewissen wegen der zusätzlichen Kilos auf der Wage wieder zunichte.



INSTITUT FÜR NATURPHILOSOPHIE • Robert Gruber
CH–8853 Lachen SZ • St. Gallerstrasse 13
Tel: +41 (0)79 638 0854
© Robert Gruber, 2011
Impressum