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Newsletter vom 15.12.2010

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Inhalt

Gesundheit Besser leben Psychologie Systemische Ausgleichsprinzipien

Grüezi mitenand

Nun steht also der Winter vor der Tür, die Tage sind dunkel und kalt. Da gibt es viele Menschen, denen diese Stimmung auf das Gemüt schlägt. Es ist die Winterdepression, auch Winterblues genannt. Doch dagegen kann man sehr wohl etwas tun. Es ist nicht notwendig, sich dieser Stimmung hinzugeben. Dazu finden Sie weiter unten ein paar Gedanken.

Doch lässt das nasskalte Wetter auch andere Fragen aufkommen. So wird immer wieder diskutiert, ob nasse Haare eine Erkältung verursachen können. Auch auf diese Frage werde ich weiter unten eingehen.

Dann gibt es noch Psychologen, Heiler und andere Experten, die empfehlen, ganz einfach positiv zu denken. Wer es nicht kann, soll es ganz einfach lernen. Dann spielt auch das nasskalte Wetter keine Rolle mehr. Positiv denken und die tiefliegenden Wolken werden zu einem freudigen Erlebnis – Weshalb das nicht funktioniert und alle Mühe zum positiven Denken vergebens ist, werde ich Ihnen in dieser Information verraten.*

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag – jeden Tag, bis zum nächsten Brief am 15. März 2011.

Robert Gruber


PS: *Haben Sie auch schon gehört, dass es den Pessimisten meist vorzüglich geht? Der Pessimist macht vorwiegend positive Erfahrungen und ist niemals enttäuscht. Schlechte Nachrichten erwartet er bereits, gute Nachrichten sind eine positive Überraschung!



Gesundheit

Nasse Haare – führt das zu Erkältung?

Es ist doch eigenartig. In den USA bekommt man von nassen Haaren keine Erkältung. Bei uns hingegen bekommen die Kinder, wenn sie bei kalten Temperaturen mit nassen Haaren aus dem Hause gehen, eine Erkältung – das behaupten zumindest ihre Eltern.

Um das zu klären, muss man sich zuerst im Klaren sein, woher eine Erkältung stammt. Denn weder nasse Haare noch Durchzug sind an der triefenden Nase schuld. Eine Erkältung ist eine Infektion mit Viren, die man von einer infizierten Person übernimmt. Es ist in der Regel ein harmloser Infekt, der durch eine Vielzahl von Viren (insgesamt sind mehr als 200 verschiedene Schnupfenviren bekannt) ausgelöst werden kann.

Der Irrtum selbst ist natürlich im Wort «Erkältung» enthalten. Dieser Ausdruck suggeriert, dass der Schnupfen von der Kälte ausgeht. Mit nassen Haaren oder im Durchzug wird die Kälte noch viel stärker empfunden. Man spricht dabei vom sogenannten «Windchill-Effekt», der subjektiven Kälteempfindung bei Wind. Ein Sportler, der bei einer Aussentemperatur von +5°C einem Windstoss von rund 25 km/h ausgesetzt ist, empfindet unmittelbar eine Temperatur von –6°C. Je höher die Windgeschwindigkeit ist, desto niedriger sind die Temperaturempfindungen. Bei nassen Haaren ist das noch viel ausgeprägter – aber zu einer Erkältung führt das trotzdem nicht.



Besser leben

Geben Sie dem Winterblues keine Chance!

Und jedes Jahr ist es wieder das selbe. Mit dem Wetter und der dunklen Jahreszeit trübt sich die Stimmung. In unseren Breitengraden trifft das auf einen Fünftel der Menschen zu. Beruhigend ist, dass es sich nur bei einem Prozent der Fälle um eine echte Winterdepression (SAD-saisonal abhängige Depression*) handelt. Bei der üblichen und weit verbreiteten Winterdepressiva wie ich sie hier beschreibe, kann auf Medikamente (Antidepressiva) verzichtet werden.

Es handelt sich also nicht um eine Depression im üblichen Sinn, sondern um den Mangel an natürlichem Tageslicht. So versteht sich von selbst, dass diese Störung Ende Februar und anfangs März von selbst wieder verschwindet. Licht hemmt die Produktion des körpereigenen Hormons Melatonin, das unter anderem für den Schlaf- und Wach-Rhythmus des Körpers verantwortlich ist. Während der dunklen Jahreszeit produziert der Körper mehr Melatonin. Die Folge davon ist, dass viele Menschen sich zunehmend schlapp und schläfrig fühlen. Wenn man weiss, dass die Lichtmenge eine wesentliche Rolle spielt, lohnt es sich, diese Sache ein wenig genauer anzuschauen.

Wenn wir also wissen, dass die Stimmung unmittelbar mit der Lichtmenge zusammenhängt ist es die einfachste Therapie, mehr Licht zu tanken. Doch fragen sich einzelne Menschen, weshalb das nicht reicht, wenn man sich in der Wohnung, allenfalls sogar ohne Vorhänge aufhält. Wesentlich dunkler als draussen wird es in der Wohnung wohl nicht sein ... Dazu ein paar Zahlen:

Südseite, bei voller Sonne

Nordseite, im Schatten

Daraus geht hervor, dass die besten Lichtverhältnisse unmittelbar beim Fenster beziehungsweise auf der Fensterbank vorzufinden sind. Doch wer hat denn schon die Möglichkeit, sich den ganzen Tag beim Fenster aufzuhalten?

Auch wenn sich die Sonne nicht blicken lässt, heisst die erste Sofortmassnahme gegen schlechte Laune: Raus an die frische Luft! Selbst an Herbsttagen mit Hochnebel und Nieselregen ist es draussen heller als in künstlich beleuchteten Räumen. Sauerstoff und natürliches UV-Licht bringen das Gehirn in Schwung, halten den Stoffwechsel auf Trab und regen die Produktion von Serotonin an, einem Botenstoff, der im Gehirn gute Laune fördern kann.

Tanken Sie Sonne, wann immer sich dazu die Möglichkeit bietet. Es lohnt sich, bei jeder Gelegenheit in die Höhe zu fahren und dem düsteren Tiefland zu entfliehen.

PS: *Im ICD-10 «Internationale Klassifikation psychischer Störungen» der Weltgesundheitsorganisation WHO heisst es unter F38.80: «Diese affektive Störung tritt in aufeinanderfolgenden Jahren mehrfach innerhalb desselben 90-Tage Zeitraums auf und remittiert im selben Zeitraum. ...»



Psychologie

Positiv denken – oder die Swimmer's Body Illusion

Wieder einmal sind wir beim positiven Denken. Das ergibt sich durch die Jahreszeit und insbesondere durch die Vorweihnachtszeit. Gerade in den Vorweihnachtstagen und an Weihnachten selbst sind emotionale Tiefstimmungen bei vielen Menschen an der Tagesordnung. Dabei soll es eine ganz einfache Methode geben, diesem Stimmungstief auszuweichen. Und nichts ist einfacher als das – sagen Psychologen, Ärzte und Therapeuten! Aber ist es denn so einfach?

Es wird uns durch viele moderne, das heisst, in den letzten Jahren im Buchhandel erschienenen und verfilmten Büchern kund getan, dass alles kein Problem sei, denn die ganze Schöpfung und insbesondere das Schicksal des Einzelnen beruhen auf dem Gesetz der Anziehung. Also braucht der Mensch positiv zu denken und es wird sich alles ins Positive wandeln. Für die Gesundheit soll man sich einen gesunden Körper vorstellen, ein paar materielle Wünsche können mit einer Bestellung an das Universum in die Realität herangezogen werden.

Eine ganz persönliche Geschichte

(1. Kapitel)

Seit vielen Jahren trage ich ein paar Kilos zu viel mit mir herum. Es ist wirklich nicht viel, doch entspricht es nicht dem von der Medizin definierten idealen Körpergewicht. Da es nicht allzuviel ist, begann ich ganz einfach abzunehmen. Das sollte ja nicht allzu schwierig sein. Nur ist da ein kleines Problem ... Es sind nun beinahe dreissig Jahre her, seit ich begonnen habe abzunehmen. Wenn ich dann morgen früh auf die Waage stehe möchte ich wetten, dass es nun mindestens einhundert Gramm weniger sind. Ein riesiger Erfolg – und das nach dreissig Jahren!

(2. Kapitel)

Unser Sohn ist ein hervorragender Schwimmer. Er schwimmt sehr schnell und ist ein ausgebildeter Rettungsschwimmer. Da war es ganz selbstverständlich, dass ich ihn ins Hallenbad begleitete. Um es ganz genau zu sagen: ich fuhr ihn zum Training und anschliessend wartete ich im Restaurant des Hallenbades, bis die Übung vorbei war. Während einer ganzen Stunde konnte ich das Geschehen jenseits der Glaswand beobachten. Da habe ich eine ganz fantastische Beobachtung gemacht. Die Streckenschwimmer (das sind diejenigen, die endlos ihre Bahnen ziehen, hin und zurück und wieder hin und zurück usw.) hatten ausnahmslos eine perfekte Figur, kein Gramm zu viel, von oben bis unten athletisch.

Nun hatte ich endlich die Lösung gefunden. Regelmässig schwimmen, dann werde ich in Kürze (hoffentlich nicht länger) einen ebenso durchtrainierten Körper haben. Gesagt, getan! Ich ging also ins Hallenbad (zwei Mal!) und musste ernüchtert feststellen, dass weder mein Körper athletischer noch mein Gewicht weniger geworden ist. Es waren nur zweimal, weil das Wasser nicht mehr mein Element war. Da half nur noch eine Ausrede, sodass ich durch die Situation zum Denken inspiriert wurde. Nun habe ich mir folgende Gedanken zurechtgelegt. Der Schwimmer hat nicht einen athletischen Körper, weil er regelmässig trainiert. Der Schwimmer kann so trainieren, weil er einen athletischen Körper besitzt. Das ist ein riesengrosser Unterschied. Ohne diesen Körper würde dieser Mensch etwas anderes machen. Ganz bestimmt wäre er kein Schwimmer geworden.

Diese Verwechslung zwischen der bevorzugten Wahl und dem erhofften Ergebnis nennt sich «Swimmer's Body Illusion».

Dieses Pähnomen ist in vielen Lebensbereichen zu beobachten. «Wer ein Studium absolviert, wird später eine Menge Geld verdienen. Mit einem Studium wird man im Beruf auf jeden Fall Erfolg haben.» So hat es bereits vor Jahren geheissen. Nur musste ich später beobachten, dass viele ehemalige Studenten bei einer ganz normalen Arbeit gelandet sind. Das lag daran, dass sie ganz einfach nicht die notwendige Ausstrahlung, das notwendige Charisma hatten, um in erfolgreiche Positionen aufzusteigen. So war ich denn schockiert, als ich feststellen musste, wie viele Doktoranden in einer Bank ganz gewöhnliche Arbeit verrichteten. Wenn wir heute schauen, sind unter den arbeitslosen Menschen sehr viele Menschen mit abgeschlossenem Studium zu finden. Ein Studium macht noch lange kein Charisma!

Auch die Fernsehwerbung führt uns zur Swimmer's Body Illusion. Frauen behandeln ihre Beine gegen Cellulite – aber haben sie nur schon einmal eine Frau in dieser Werbung gesehen, die tatsächlich mit Cellulite gezeichnet war? Diese Frauen werden mit diesen Cremen Erfolg haben. Nicht jedoch, weil die Creme so wirkungsvoll ist, sondern weil sie kaum zur Cellulite neigen. Sie können weiter die wallenden Haare und die zentimeterlangen Wimpern bewundern. Das kommt bestimmt nicht alles von den beworbenen Produkten.

Gehen wir zurück zum positiven Denken. Ich bin noch immer der Ansicht, dass eine positive Grundeinstellung nicht erlernt werden kann, wenn sie nicht schon vorhanden ist.

Doch was ist denn mit all den hervorragenden Büchern und Filmen, die uns das positive Denken näher bringen möchten? Alle Bücher, wie beispielsweise «The Secret, das Geheimniss» von Rhonda Byrne oder «Bestellungen beim Universum» von Bärbel Mohr* und viele andere wurden ausnahmslos von positiv denkenden Menschen geschrieben. All jene, die durch diese Bücher und Filme Hilfe erhalten haben, und von denen gibt es eine grosse Anzahl, hatten in sich bereits das positive Denken verinnerlicht. Es musste lediglich an die Oberfläche gerufen werden, angestossen duch eine Episode in einem Buch oder Film. Es ist wie in der Wüste. Die Samen schlummern über Jahre im Boden und beim ersten Regenschauer beginnt innert Stunden alles zu leben, alles wird grün. Leider verschwindet dieses Grün, wenn ein weiterer Regen ausfällt.

Gibt es denn keine Rettung für diejenigen, denen es missgönnt ist, eine positive Grundeinstellung zu haben? Im Grunde ist der Zustand des Pessimisten gar nicht so negativ. Stellen Sie sich vor, wie oft ein positiv denkender Mensch im Leben enttäuscht wird. Bei jeder schlechten Nachricht trifft es ihn. Der negativ denkende Mensch erwartet das Negative und wird kaum überrascht sein, passiert jedoch ein positives Ereignis, wird er jedesmal eine positive Überraschung erleben!

PS: *Bärbel Mohr ist am 29.10.2010 im Alter von 46 Jahren an Krebs gestorben. Sie hinterlässt ihren Mann und 9-jährige Zwillinge.



Systemische Ausgleichsprinzipien

Der Schuldner hat ein Recht auf Mahnung ...

Seit langer Zeit erhalte ich eine Zeitschrift die im Inhalt ein umfangreichen Kursangebot beinhaltet. Nun ist jedoch etwas vorgefallen, das sehr wohl seine SPUREN hinterlassen hat.

Vor kurzem habe ich eine Rechnung für das Abonnement ab Dezember 2010 erhalten mit dem Hinweis, dass ich das letzte Abonnement nicht bezahlt habe und die vergangenen Hefte über ein Jahr gratis erhalten hätte. Aufgrund dieses Schreibens habe ich für das vergangene Jahr bezahlt und das Abonnement gekündigt.

Im normalen täglichen Leben würde man nun interpretieren, dass meine Reaktion übertrieben sei. Doch wie bei allem, gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Systemisch gesehen, gibt es das Gesetz des Ausgleichs. Das Gesetz des Ausgleichs fordert, dass zwischen den beteiligten Personen ein energetischer Ausgleich stattfindet.

Im vorliegenden Fall halte ich mich nicht an die esoterische Auslegung, sondern an die Theorie der Systemischen Ausgleichsprinzipien. Dazu gibt es die folgenden Definitionen, sofern die Bindung im System weiter bestehen soll:

Das ist eine sehr interessante und überlegenswerte Denkweise. Aufgrund dieser Ausführungen und weiteren im unten genannten Buch aufgeführten Gesetzmässigkeiten bedenke ich meine Handlungen. Doch auch hier ist wieder zu bemerken, dass es nur eines von unzähligen Denksystemen ist. Welches für den Einzelnen in Frage kommt, muss jeder selber entscheiden.

Quelle: «Ganz im Gegenteil – für Querdenker und solche, die es werden wollen» von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer, Seite 224 ff Carl-Auer-Systeme-Verlag, ISBN 3-89670-423-0

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