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Newsletter vom 15.09.2010

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Inhalt

Ernährung Philosophie Psychologie Besser Leben

Grüezi mitenand

In den vergangenen Zahlenseminaren ist mir die Aussage von Isaac Newton wiederum richtig bewusst geworden: «Wahrheit kann man, wenn überhaupt, nur in der Einfachheit finden

So ist denn die von mir entwickelte Zahlenlehre tatsächlich einfach zu lernen, ohne Bücher und weiterführender Literatur. Im Gegensatz dazu erwähne ich die aktuellen Gesetze der Physik, erinnere an das milliardenschwere Projekt «CERN», das zur Aufgabe hat, die Zusammensetzung der Materie zu erforschen. Eine ungeheuer komplizierte, im Jahr 1954 gegründete Forschungsstätte mit einem Jahresbudget von mehr als einer Milliarde Schweizerfranken (2009: 724 Millionen Euro), mit mehr als 8 000 Gastwissenschaftern aus 85 Nationen ... Hat sich Isaac Newton mit seiner Aussage geirrt?

Nachstehend finden Sie ein paar Gedanken über die fehlende Einfachheit in der Physik – und für mich und die bisherigen Kursabsolventen eine weitere Bestätigung, dass die Einfachheit der Zahlenlehre möglicherweise doch richtig ist.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag – jeden Tag, bis zum nächsten Brief am 15. Dezember 2010.

Robert Gruber


PS: Newton war ein hervorragender Wissenschafter auf den Gebieten der Physik, der Mathematik, der Astronomie und der Alchimie. Doch die damalige Zeit hat diese Begriffe nicht scharf getrennt und so wurde er gemäss den Überlieferungen als Philosoph bezeichnet.



Ernährung

Schwindeleien der Lebensmittelindustrie

Vor kurzem ist mir eine interessante Internetseite begegnet. Unter der Internetadresse www.abgespeist.de entlarvt der gemeinnützige Verein «foodwatch» die verbraucherfeindlichen Praktiken der Lebensmittelindustrie und kämpft für das Recht der Verbraucher auf qualitativ gute, gesundheitlich unbedenkliche und ehrliche Lebensmittel.

Leider ist der Webauftritt sehr Deutschland-orientiert. Die meisten der analysierten Lebensmittel sind (mit wenigen Ausnahmen) in der Schweiz kaum erhältlich. Trotzdem ist ein Besuch auf abgespeist.de auch für Schweizer Konsumenten zu empfehlen. Denn was in Deutschland kritisiert wird, ist in der Schweiz nicht anders und vor allem kaum besser.

Aktuell wird auf dieser Webseite das Produkt «nimm2» der Firma Storck mit dem Titel «Der Etikettenschwindel für die ganze Familie» detailliert beschrieben. Gemäss Werbung und dem Aufdruck auf den Packungen heisst es: «Orangen- und Zitronenbonbons mit wertvollen Vitaminen». Nun lässt sich weiter klicken und es folgt ein ausführlicherer Text, was es denn mit diesen Vitaminen auf sich hat. Aber auch die betroffene Firma hat auf dieser Webseite die Möglichkeit einer Stellungnahme für die gemachten Vorwürfe. Der Wert für uns hingegen ist, den Blick zu öffnen und der Werbung nicht alles zu glauben.



Philosophie

Die Entstehung der Welt – Vom Urknall zum Durchknall

Um es gleich vorwegzunehmen: Dieses tiefsinnige Wortspiel «Vom Urknall zum Durchknall» stammt nicht von mir! Es ist ein Teil des Buchtitels «Vom Urknall zum Durchknall – Die absurde Jagd nach der Weltformel» von Alexander Unzicker, erschienen im Springer-Verlag. (ISBN 978-3-642-04836-4)

Hier geht es um die in der Einleitung erwähnte Einfachheit. Das gilt nicht unbedingt für dieses Buch. Es ist nicht einfach zu lesen, sind doch die Beispiele aus der Physik für einen Laien recht schwierig zu verstehen und nachzuvollziehen. Andererseits ist es ein freches und stellenweise vergnügliches Lesen. Doch der Grundgedanke, der schon im Titel enthalten ist, regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Die berühmte spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein im Jahre 1905 begründet, benötigte lediglich die kurze Formel E = mc². Schaut man die Forschungsergebnisse der heutigen Physik an, kann es dem Betrachter aufgrund der Kompliziertheit der Formeln gleich schwindlig werden.

Möglicherweise lässt sich eine komplizierte Welt nicht mit einfachen Theorien erklären. Doch das Problem liegt darin, dass es viel zu viele Forscher sind. Für alles, das sie nicht verstehen, werden neue Elemente geschaffen. Zu Einsteins Zeiten war das ein Einverständnis des Versagens. Heute bekommen die Forscher hochdotierte Wissenschaftspreise. Dies aufgrund der Tatsache, dass ein kompliziertes Modell als noch komplizierter dargestellt wurde. Wohlgemerkt, nicht für eine Lösung gibt es einen Preis, sondern für ein neues Problem!

Die Lehrbücher gehen von der Annahme aus, dass es im Anfang einen Urknall gegeben hat. Das folgt daraus, weil beobachtet wird, dass sich das Universum laufend ausdehnt. Daraus wird abgleitet, dass dieses Universum ursprünglich in einem (wenn auch grossen) Punkt zusammengeballt war. Fakt ist jedoch, dass man nur weiss, dass das Universum kleiner, dichter und homogener war. Alles andere, vor allem der punktförmige Urknall, ist reine Spekulation.

«Man sieht heute also eine auseinanderstiebende Herde von Pferden, die einst hinter Gittern eingepfercht waren – und schliesst daraus, die Tiere wären ursprünglich ein kompakter Fleischkloss gewesen.» (Quelle: aus einem Interview von Martin Tzschaschel mit Alexander Unzicker) So ist das tatsächlich. Man glaubt an diesen ursprünglichen Kloss und analysiert ihn. So werden wir auch nie wissen, was vor dem Kloss gewesen sein könnte.

Vor kurzem ist es am Genfer Forschungszentrum CERN gelungen, im Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) Atomkerne mit bisher unerreichbarer Geschwindigkeit aufeinander prallen zu lassen. Zwar hofft man, dass im LHC das letzte fehlende Teilchen, das sogenannte «Gottesteilchen», gefunden wird. Und wenn es gefunden wird, würde auch das wiederum gar nichts erklären. Am wenigsten gäbe es einen Hinweis, was vor dem Urknall tatsächlich war.

Über die ersten Sekundenbruchteile nach dem Urknall wird man vom LHC nichts erfahren. Dieses grösste Experiment der Menschheit, wie CERN es nennt, wird zu keinen konkreten Ergebnissen führen. Manche hoffen auf die Weltformel, die alle widersprüchlichen bisherigen Theorien ersetzen könnten. So wird man vermutlich etwas finden, was neue Fragen aufwirft. Und dann wird es heissen, die können wir nur mit einem noch grösseren Teilchenbeschleuniger beantworten. Bis der dann gebaut ist, sind wieder ein paar Kritiker ausgestorben.

Zu diesem Thema ein Zitat von Sir Karl Popper*:

«Wir wissen nichts, das ist das Erste. Deshalb sollten wir sehr bescheiden sein, das ist das Zweite. Dass wir nicht behaupten zu wissen, wenn wir nicht wissen, das ist das Dritte.»

*28.7. 1902 Wien – 17.9. 1994 London, englischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker



Psychologie

Eine Durchsage des Captains: "Don't worry"!

Schweissausbrüche, weiche Knie, trockener Mund, zitternde Hände und kurzer Atem. Das sind Anzeichen von Angst, wie sie viele Menschen vor dem Fliegen kennen. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber Fachleute schätzen, dass mehr als jeder zweite Flugpassagier Angst vor dem Fliegen hat. Sogar Vielflieger bleiben davor nicht verschont!

Jegliche Art von Angst hat die selben Anzeichen. Die einen kommen verstärkt, wiederum andere nur oberflächlich zum Vorschein. In leichteren Fällen kann es helfen, wenn ein paar einfache Tipps beherzigt werden.

Noch viele andere Möglichkeiten gibt es, sich der Angst zu stellen. Bei der Aufzählung nicht dabei ist beispielsweise das positive Denken. Ebenso gibt es hervorragende Therapieverfahren, die in kürzester Zeit einen Menschen von irgend einer Art von Angst befreien können. Doch ist es jedem selber überlassen, welchen Weg er einschlagen will.



Besser Leben

Die Liebe – ein riskantes Manöver

Kennen Sie das Gefühl von «Schmetterlingen im Bauch»? Das Gefühl der ersten Verliebtheit. Und ohne es zu merken, geschieht die Metamorphose, die Umwandlung in Kakerlaken. Vorerst ist diese Veränderung kaum merkbar, sind doch die Kakerlaken (bei uns bekannt unter dem Ausdruck «Schaben») sehr lichtscheue Tierchen. Doch dieser Prozess lässt sich aufschieben oder sogar verhindern, wenn nur ein paar wenige Regeln beachtet werden. Dann ist es sehr wohl möglich, dass die Schmetterlinge den Paaren erhalten bleiben.



Besser Leben

Die 72-Stunden-Regel

Kennen Sie die 72-Stunden-Regel? Diese Regel ist sehr einfach, nicht nur zu verstehen, sondern auch anzuwenden.

Wenn Sie den Entschluss über ein Vorhaben gefasst haben und den ersten Schritt zur Realisierung nicht innerhalb von 72 Stunden machen, wird dieses Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit nie realisiert. Das hört sich vielleicht ein bisschen übertrieben an, stimmt aber in den meisten Fällen. Die Erklärung hierfür ist denkbar einfach:

Vorhaben haben wir alle. So nehmen wir uns beispielsweise vor, den Keller endlich aufzuräumen, das Auto zu waschen, sich endlich mal wieder bei einem Freund zu melden, seinen Körper fit zu halten, mit dem Rauchen aufzuhören, usw. Diese Vorhaben fangen meistens mit den Worten «Ich müsste mal ...» an. Den Entschluss dazu fassen wir auch noch. Das hört sich dann so an:

«Nächstes Wochenende räume ich den Keller auf» oder «Nächsten Monat fange ich mit Jogging an» oder «Wenn Du aufhörst mit dem Rauchen, dann höre ich auch auf.»

Dann kommt die entscheidende Phase. Das Unterbewusstsein hat den Entschluss mitgehört. Und es wartet auf Taten, und es wartet, und es wartet ... und irgendwann (nach 72 Stunden) glaubt es nicht mehr daran, dass da noch Taten folgen! Das war es dann mit dem Vorhaben.

Es kommt noch eine andere Sache ins Spiel. Wir dürfen auf gar keinen Fall einem anderen Menschen ankündigen, was wir uns vorgenommen haben. Halten wir uns nicht an diese Regel, können wir sicher sein, das Ziel nicht zu erreichen. Der Grund liegt darin, dass es eine Illusion ist, Unterstützung von unseren Mitmenschen zu erhalten. Im Gegenteil. Schnell heisst es dann zum Beispiel, dass man dieses Ziel ja doch nicht erreichen werde. Wenn man dann hineinhorcht merkt man, dass da eine ganze Portion Neid vorhanden ist. Neid deshalb, weil der andere nicht glaubt, diese Sache ohne scheitern selbst erfolgreich angehen zu können.

Tatsächlich ist es so, dass nur noch 1% (!) der Vorhaben oder Projekte, die erst nach den besagten 72 Stunden ihren Anfang nehmen, auch wirklich umgesetzt werden.

Das wäre doch mal zum Ausprobieren?!

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